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LEADER-Projekte

Was kann ein LEADER-Projekt überhaupt sein?
Welche Voraussetzungen muss das Projekt erfüllen um überhaupt förderfähig zu sein?

Förderungsvoraussetzungen

  • Das Projekt muss einen positiven Beitrag zur Umsetzung der LES leisten.
  • Es muss eine positive Beschlussfassung des Projektauswahlgremiums der LAG vorliegen.
  • Das Vorhaben muss innerhalb eines LEADER-Gebiets verwirklicht werden oder der LEADER-Region zu Gute kommen.

Förderungswerber

Jedes Projektvorhaben muss einen Projektträger haben, der auch als Förderungswerber auftritt. Dafür kommen in Betracht:
1. Lokale Aktionsgruppen (LAG Mostlandl Hausruck)
2. Gemeinden sowie
3. Sonstige Förderungswerber: natürliche Personen, Unternehmen, juristische Personen, Personenvereinigungen

 Finanzierung

Jedes Projekt muss zu 100% vorfinanziert werden, da die Förderung erst im Nachhinein ausbezahlt wird. Daher muss die Aufbringung der Eigenmittel und der Finanzierungskosten gesichert sein und nachgewiesen werden.

Fördergegenstände

Zur Steigerung der Wertschöpfung im ländlichen Raum

1. Entwicklung neuartiger Verfahren bzw. neuartiger Wege der nachhaltigen Nutzung natürlicher Potenziale und Ressourcen auf Basis endogener betrieblicher und überbetrieblicher Produkt-, Dienstleistungs- und Angebotsinnovation

2. Überbetriebliche und betriebliche Inanspruchnahme von Experten-Know-how zur Steigerung der Produktqualität, Verbesserung der Vermarktung oder zur Anwendung innovativer Verfahren und Technologien

3. Einsatz von betrieblichen und überbetrieblichen Kommunikations- und Informationstechnologien und -strategien in traditionellen und neuen Arbeitsfeldern zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung und um Marktzugangschancen für lokale Erzeugnisse, Angebote und Dienstleistungen zu erhöhen.

4. Maßnahmen zur besseren Nutzung des Tourismuspotenzials sowie der besseren Auslastung und Vernetzung der vorhandenen touristischen und kulturellen Kapazitäten unter Beachtung der natürlichen und kulturellen Ressourcen

5. Aufbau, Professionalisierung und Verbesserung der Verbindung zwischen lokaler Erzeugung, Vermarktung und Konsumenten und Erschließen neuer Distributionswege


Festigung oder nachhaltige Weiterentwicklung der natürlichen Ressourcen und des kulturellen Erbes

1. Maßnahmen (Planung, Betreuung, Aufbau und Umsetzung) für regionale Initiativen

2. Entwicklung und Einführung regionaler Anreizmechanismen und Steuerungsstrukturen wie z. B. regionale Innovationswettbewerbe

3. Entwicklung neuer Produkte und Verfahren in Zusammenhang mit der Landschaftspflege

4. Aktivitäten zur Stärkung und Verbesserung der betrieblichen, kommunalen und regionalen Risikowahrnehmung und Risikoakzeptanz für Naturgefahren und –Auswirkungen

5. Verstärkung der Kooperation und Akzeptanz der lokalen Akteure bei der Umsetzung von biodiversitäts- oder klimarelevanter Vorhaben und Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung und praxisbezogenen Forschung in Bezug auf Biodiversität und Klima

6. Initiativen zur Vermarktungs- und Wissensvermittlungskompetenz um die Nachfrage nach Produkten mit Biodiversitätsbezug zu erhöhen

7. Erarbeitung und Umsetzung nachhaltiger, nicht fossil basierter Kreislaufsysteme mit höherem Autarkiegrad

8. Innovative Nutzung der natürlichen vorhandenen Potenziale zur Erzeugung erneuerbarer Energien sowie Maßnahmen zur Reduktion des Verbrauchs natürlich vorhandener Ressourcen

9. Schaffung von auch überregional wirksamen Bildungs-, Netzwerk- und
Informationsmöglichkeiten vor Ort, die sich an den gebietstypischen Potenzialen und Ressourcen orientieren

Stärkung der für das Gemeinwohl wichtigen Strukturen und Funktionen unter Berücksichtigung sozialer Gruppen und Altersschichten:

1. Entwicklung, Auf- und Ausbau neuer Formen des regionalen Leistungsangebots und der Daseinsfürsorge sowie Verbesserung der Infrastruktur, insbesondere in den Bereichen Freizeit, Kultur, Bildung, Soziales inklusive soziale Landwirtschaft, Integration, Mobilität, Gesundheit und Nahversorgung

2. Vorhaben zum Aufbau regionsspezifischen Wissens und Wissenstransfermaßnahmen und Forcierung lebenslangen Lernens insbesondere unter Berücksichtigung von Faktoren der sozialen oder ökonomischen Benachteiligung

3. Betriebliche und überbetriebliche Maßnahmen, besonders für Frauen, zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf

4. Infrastrukturen und Dienstleistungen und Aktivitäten für/von Kinder(n) und Jugendliche(n), die eine verstärkte Bindung zur Region zum Ziel haben und zum Aufbau und zur Kommunikation der regionalen Identität beitragen können

5. Maßnahmen zur gezielten Beteiligung der regionalen Bevölkerung und der regionalen Akteure bei der Planung von regionalen Projekten

Grundsätzlich können alle Projekte, die von einer anerkannten LAG auf Basis ihrer LES ausgewählt wurden, als Vorhaben beantragt werden, auch wenn sie nicht direkt den oben genannten Förderungsgegenständen zugeordnet werden können.

 

Art und Ausmaß der Förderung

Nicht rückzahlbarer Zuschuss in bar zu den anrechenbaren Kosten für Investitions-, Personal- und Sachaufwendungen im von den jeweiligen LAG's in den Lokalen Entwicklungsstrategien festgelegten Ausmaßen. Die Fördersätze sind in den LES transparent beschrieben und öffentlich zugänglich gemacht (z. B. Homepage).